Zur medizinischen Versorgung Ihres Kindes berät Sie Ihre Kinderärztin / Ihr Kinderarzt.

Hier erhalten Sie auch notwendige Verordnungen für Therapien oder Hilfsmittel. Bei bestimmten Erkrankungen oder Behinderungen kann zur Diagnostik oder besonderen Therapie eine Überweisung in ein Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) erfolgen.

 

Die Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) in Niedersachsen

Sozialpädiatrische Zentren (SPZ) sind ärztlich geleitete Einrichtungen, die Aufgaben der Diagnostik und der speziellen Therapie für Kinder und Jugendliche wahrnehmen. Diese Angebote können von den niedergelassenen Ärzten  und/oder den Frühförderstellen aufgrund der Art oder der Schwere der Erkrankung oder Behinderung der betroffenen Kinder und Jugendlichen nicht alleine geleistet werden. Voraussetzung für eine Anmeldung ist in der Regel die Überweisung durch eine Kinderärztin/einen Kinderarzt. Behandelt werden im SPZ Kinder und Jugendliche, die Krankheiten haben, die ihre geistige, körperliche oder seelische Entwicklung beeinträchtigen.

 

Medizinischen Zentren für Erwachsene mit geistiger oder mehrfacher Behinderung (MZEB)

Die Möglichkeit, Erwachsene mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen ambulant in so genannten Medizinischen Zentren für Erwachsene mit geistiger oder mehrfacher Behinderung (MZEB) zu behandeln, gibt es bundesweit leider noch nicht sehr häufig. Aufgabe eines MZEB ist, Gesundheitsleistungen an einem Ort und multidisziplinär unter medizinischer Leitung zu erbringen. Neben der Durchführung von Diagnostik und Therapie beziehungsweise der Festsetzung von Therapieempfehlungen für den weiterbehandelnden Arzt soll eine wesentliche Leistung die Organisation und Koordination verschiedener ambulanter fachärztlicher Leistungen sein.

 

In Niedersachsen gibt es erst wenige zugelassene MZEB:

MZEB Hannover

MZEB Uelzen

MZEB Braunschweig

 

Krankenhausaufenthalt mit Ihrem Kind

Checkliste für den Aufenthalt im Krankenhaus für Menschen mit Behinderungen
(Vor der Aufnahme, im Krankenhaus und Entlassung)

https://www.lv-koerperbehinderte-bw.de/pdf/LVKM_Bro_Checkliste_Web.pdf

(Quelle: Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e.V.)

 

Dokumentation der Tagung „Alle inklusive?! - Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen im Krankenhaus (v. 7. 10.15)

https://www.lv-koerperbehinderte-bw.de/pdf/Dokumentation_Krankenhaus_210916.pdf

(Quelle: Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e.V.)

 

Broschüre „Hilfen für Familien mit behinderten, chronisch und schwerstkranken sowie pflegebedürftigen Kindern und Jugendlichen in Niedersachsen“

Aus dem Vorwort:

Die Versorgung chronisch, schwer- oder schwerstkranker Kinder oder Jugendlicher stellt für pflegende Angehörige eine große Herausforderung dar. Pflege und Betreuung sind oft rund um die Uhr notwendig und erfordern großes Engagement von allen Beteiligten. Nicht selten ist dabei die gesamte Familie betroffen. Umso wichtiger ist es, sich ein tragfähiges Unterstützungsnetz aufzubauen, das Entlastung schafft.

[…]

In der vorliegenden Broschüre sind Informationen über die Vielfalt bereits bestehender Angebote in Niedersachsen zusammengetragen. Das Spektrum reicht von Beratungs- und Selbsthilfeangeboten, aufsuchenden Hilfen, Einrichtungen der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege, über die Pflege in stationären Einrichtungen und akutmedizinische Versorgung bis hin zu medizinischer Vorsorge, Rehabilitations-, Kur- und Erholungsangeboten sowie Versorgungsangeboten für Kinder und Jugendliche, die nur noch eine begrenzte Lebenserwartung haben. Auch die Versorgung von jungen Menschen im Übergang zum Erwachsenenalter, der sogenannten Transition, wird aufgegriffen.

In den letzten Jahren hat sich das Angebot an unterstützenden Hilfen deutlich erweitert und ausdifferenziert. Nicht alle niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangebote sowie alle Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin können daher hier aufgeführt werden. Wo möglich, wird jedoch auf bestehende Adresssammlungen oder zentrale Anlaufstellen verwiesen, die Informationen über in Ihrem Wohnbezirk und persönlichen Umfeld befindliche Angebote vermitteln können. Die vorliegende Broschüre bietet einiges, erhebt bei der Vielzahl der Angebote in einer sich stetig weiter entwickelnden Pflegelandschaft jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Broschüre können Sie hier herunterladen: [Link]

(Herausgeber: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung)

 

Häusliche Krankenpflege

Versicherte haben nach § 37 SGB V Anspruch auf häusliche Krankenpflege,

  • wenn eine Krankenhausbehandlung geboten, diese aber nicht ausführbar ist (Krankenhausvermeidungspflege),
  • wenn sich mit häuslicher Krankenpflege eine stationäre Krankenhausbehandlung vermeiden oder verkürzen lässt (Krankenhausvermeidungspflege),
  • wenn die Krankenpflege das Ziel der ärztlichen Behandlung sichern soll (Sicherungspflege),
  • wegen schwerer Krankheit oder wegen akuter Verschlimmerung einer Krankheit, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung (Unterstützungspflege).

Die häusliche Krankenpflege beinhaltet Grundpflege, Behandlungspflege und die hauswirtschaftliche Versorgung. Den Schwerpunkt bilden behandlungspflegerische Leistungen. Zur Behandlungspflege gehören Pflegemaßnahmen, die durch bestimmte Erkrankungen erforderlich werden. Sie sind speziell auf den Krankheitszustand des Patienten ausgerichtet und tragen dazu bei, die Krankheit zu heilen bzw. nicht zu verschlimmern. Krankheitsbeschwerden sollen verhindert oder gelindert werden (z. B. Wundversorgung).

 

Ärztlich verordnete Behandlungspflege kann bei Ihrem Kind zum Beispiel umfassen:

  • Atemstimulierende und sekretfördernde Maßnahmen, Inhalationen
  • Absaugen der Atemwege
  • Wund-/Dekubitusversorgung
  • Stomabehandlung
  • Esstherapie/Mundstimulation
  • Parenterale Ernährung/Infusionstherapie
  • Injektionen
  • Versorgung von Magensonden/PEG
  • Intensiv-/Beatmungspflege (bis 24 Std./Tag)
  • neurologische Krankenbeobachtung

Voraussetzung für alle Leistungen der häuslichen Krankenpflege ist, dass der Patient die notwendigen Pflegemaßnahmen nicht selbst leisten kann, aber auch keine andere im Haushalt lebende Person diese übernehmen kann (§ 37 Abs. 3 SGB V). Zudem muss eine von der Krankenkasse genehmigte ärztliche Verordnung vorliegen. Für Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, fällt die gesetzliche Zuzahlung in Höhe von zehn Euro je Verordnung und zehn Prozent der Kosten in den ersten 28 Tagen im Kalenderjahr bis zur Erreichung der individuellen Belastungsgrenze an. Ist häusliche Pflege wegen Schwangerschaft oder Entbindung erforderlich, entfällt die gesetzliche Zuzahlung.

Das Nähere zur Verordnung und zum Leistungsanspruch von häuslicher Krankenpflege sowie zur Zusammenarbeit zwischen Vertragsärzten, Krankenhäusern, Pflegediensten und Krankenkassen regelt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in seiner Richtlinie zur häuslichen Krankenpflege nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 und Abs. 7 SGB V. Der Richtlinie ist ein Leistungsverzeichnis über die verordnungsfähigen Leistungen der häuslichen Krankenpflege beigefügt.

Die Versorgung der Versicherten erfolgt durch geeignete Pflegedienste, mit denen die Krankenkassen nach § 132a Abs. 2 SGB V Verträge schließen.

Über die einheitliche Versorgung mit häuslicher Krankenpflege hat der GKV-Spitzenverband nach § 132a Abs. 1 SGB V mit den für die Wahrnehmung der Interessen von Pflegediensten maßgeblichen Spitzenorganisationen auf Bundesebene unter Berücksichtigung der Richtlinie häusliche Krankenpflege des G-BA Rahmenempfehlungen beschlossen.

Ausführliche Informationen hierzu liefert Ihnen die folgende Richtlinie zur häuslichen Krankenpflege.

 

Richtlinie häusliche Krankenpflege

(Stand: 2. Juni 2017)

des Gemeinsamen Bundesauschusses über die Verordnung von häuslicher Krankenpflege (zuletzt geändert am 16. März 2017, in Kraft getreten am 2. Juni 2017

Die Richtlinie können Sie hier herunterladen: [PDF]

 

Kinderkrankenpflegedienste in Niedersachsen

Einrichtung Ort Telefon Homepage
Ambulante Kinderkrankenpflege Flügelchen 21683 Stade-Bützfleth 04141-659738 www.fluegelchen-stade.de
Petzie – Häusliche Kinderkrankenpflege GmbH 26122 Oldenburg 0441-5703290 www.petzie-zuhause.de
immerda GmbH AMBULANTE INTENSIVPFLEGE 26129 Oldenburg 0441-7792220 www.immerda-intensivpflege.de
Filius GmbH ambulante Kinder- und Erwachsenenpflege 26133 Oldenburg 0441-4860741 www.filius-pflege.de
Ambulante Intensivpflege ImPuls GmbH 26169 Friesoythe 04493-9219600 www.ambulante-intensivpflege-impuls.de
KWE Kinderkrankenpflege Weser-Ems Gmbh 26188 Edewecht 04405-984800 www.kwe-gmbh.org
Filius GmbH ambulante Kinder- und Erwachsenenpflege 26382 Wilhelmshaven 04421-9837010 www.filius-pflege.de
Filius GmbH ambulante Kinder- und Erwachsenenpflege 26506 Norden 04931-9756446 www.filius-pflege.de
Ambulanter Krankenpflege Dienst GmbH 26603 Aurich 04941-66296 www.akd-aurich.de
Ostfriesische Pflegedienste HUMANIA Reiner Lichtenstein 26757 Borkum 04922-932525 www.ostfriesische-pflegedienste.de
Ambulante Kinderkrankenpflege (MoKiDS) 26835 Hesel 04950-806701 www.diakonie-hju.wir-e.de
Ambulante Kinderkrankenpflege Krank und Klein - bleib daheim GmbH 27232 Sulingen 04271-9567680 www.krank-und-klein.de
Ambulante Kinderkrankenpflege Bettina Harms GmbH 29386 Hankensbüttel 05371-6193638 www.bettina-harms.de
Sternschnuppe ambulante Kinderkrankenpflege Bartsch & Fischer GbR 30161 Hannover 0511-56912929 www.sternschnuppe-hannover.de
gGIS mbH Häusliche Intensivpflege 30165 Hannover 0511-3588190 www.gis-service.de
Ambulante Kinderkrankenpflege Sugint & Scherf GmbH 30665 Hannover 0511-54353888 www.ambulantekinderkrankenpflege.de
Leonard Kranken- und Intensivpflege 30559 Hannover 0511-4503444 pflegedienst-leonard.de
Kinderpflege Bärenstark Heubeck & Rost GmbH 30952 Ronnenberg 0511-94000755 www.kinderpflege-baerenstark.de
Ambulante Krankenpflege Berezow GmbH 31180 Giesen OT. Hasede 05121-93120 www.berezow-gmbh.de
Häuslicher Pflegedienst Lauenau-Apelern 31552 Apelern 05043-98083
KIMBU Häusliche Kinderkrankenpflege Göttingen gemeinnützige GmbH 37085 Göttingen 0551-38919221 www.kimbu-goettingen.de
Pflegedienst Hummel junior 38100 Braunschweig 0531-3171961 www.hummel-junior.de
38104 Braunschweig 0531-7999310 www.pflege-to-hus.de
BVP – der kompetente Pflegepartner GmbH 38122 Braunschweig 0531-3172522 www.bvp-pflegedienst.de
Pflegeteam Ulrike Caselato GmbH 49179 Ostercappeln-Venne 05476-902300 oder 80855 www.pflegeteam-caselato.de
Ambulante Kinderkrankenpflege Sozialstation Nordkreis Vechta e.V. 49377 Vechta 04441-97730
mobicare · Kranken- und Altenpflege 49596 Gehrde 05439-93333 www.mobicare.de
Emsländische Pflege49751 Sögel 05952-2090 www.emsländischepflege-sögel.de

(Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung)

Weitere hilfreiche Links zum Thema Kinderkrankenpflege:

Qualitätsgemeinschaft Häusliche Kinderkrankenpflege Niedersachsen

Kinderkrankenpflege-Netz

 

Spezialisierte ambulante Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche (SAPV-KJ)

Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung ist eine eigenständige Leistung für gesetzlich Krankenversicherte mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Erkrankung bei einer zugleich begrenzten Lebenserwartung (§ 37 b SGB V). Die SAPV wird je nach Bedarf mit Unterbrechungen oder durchgängig geleistet. Sie umfasst entsprechend dem aktuellen Versorgungsbedarf Beratung, Koordination der Versorgung, unterstützende Teilversorgung oder – in Ausnahmefällen – vollständige Versorgung.

Für die Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen gelten zahlreiche Besonderheiten. Deshalb übernehmen in Niedersachsen spezialisierte Versorgungsteams aus medizinischen, pflegerischen und psychosozialen Fachkräften die SAPV-KJ.

Diese spezialisierten Teams existieren an verschiedenen Standorten in Niedersachsen.

Ziel ist es, in enger Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern vor Ort die umfassende häusliche Versorgung und Betreuung zu gewährleisten und Krankenhausaufenthalte soweit wie möglich zu vermeiden.

 

Verordnung der Leistung

Die SAPV-KJ kann von einem niedergelassenen Kinder- oder Hausarzt bzw. bei Entlassung aus der stationären Betreuung vom Klinikarzt oder von einem Pädiater des SAPV-KJ-Teams verordnet werden. Die Leistung ist für gesetzlich krankenversicherte Patienten kostenfrei. Gesetzlich Krankenversicherte mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Erkrankung haben einen Anspruch auf SAPV. Die SAPV ist ein zusätzliches Angebot zur häuslichen Krankenpflege, wenn belastende Krankheitszeichen nicht ausreichend von Kinder- und Hausärzten bzw. ambulanten Pflegediensten behandelt werden können.

 

Koordinierungsbüro Betreuungsnetz schwerkranker Kinder UG(h)

Das Koordinierungsbüro (Betreuungsnetz schwerkranker Kinder) arbeitet eng zusammen mit den regionalen Teams vor Ort. In Niedersachsen gibt es regionale SAPV-KJ-Teams in Hannover, Braunschweig, Oldenburg, Göttingen, Osnabrück und in Syke und Umgebung. Die Kontaktdaten finden Sie hier:

Janusz-Korczak-Allee 12
30173 Hannover                  
info@betreuungsnetz.org

Anke Menzel
0511 8115-8980
menzel.anke@betreuungsnetz.org

Dirk Scharfe
0511 8115-8979
scharfe.dirk@betreuungsnetz.org

 

Weitere umfangreiche Informationen zum Thema finden Sie auf der Homepage des
Netzwerks für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher e.V.


sowie hier:

Pädiatrische Palliativ AG Niedersachsen
Dr. med. Annette Sander
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover                 
sander.annette@mh-hannover.de


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